Dies Gebild aus Schaum und Flaum / Wiegt nicht schwerer als ein Traum

 

Photo: (C) Rainer Bublitz

 

 

Shakespeare to go

Von Tordis Stefan

 

Auszüge aus bekannten und weniger bekannten Stücken von William Shakespeare konnten Interessierte am Freitagabend auf einem Rundgang durch die Graft erleben.

 

"Kreuz und quer, kreuz und quer. Nun jag ich euch und führ euch kreuz quer", ruft die Gestalt. Sie huscht um die Anwesenden herum. Einen auffälligen Hut trägt sie und ist auch sonst etwas sonderbar gekleidet.

 

Der frechen Gestalt Puck folgte eine große Gruppe von Menschen bereitwillig.

 

Derweil lasen er und seine Begleiter am Wegesrand die verschiedensten Gestalten aus Tragödien und Komödien William Shakespeares auf.

Thea Göddertz, die unter anderem eben jenen frechen Waldgeist mimte, hauchte zusammen mit Johannes Mitternacht all diesen Figuren in Szenen und Monologen Leben ein.


Die verschiedenen Szenen liefen so flüssig und nahtlos ineinander, dass sie durchaus aus ein und demselben Stück hätten stammen können. Verwirrend für die Zuschauer war das jedoch nicht. So veränderte Mitternacht Kleinigkeiten an seinem Kostüm - mal zog er eine Weste aus, mal setzte er eine mit Goldrand verzierte Mütze auf -, oder der Wechsel fand einfach zwischen Komödie und Tragödie statt.

 

Delmenhorster Kurier, 23. Juni 2014

 

 

 

Was für ein Werk ist doch ein Mensch!

 

 

Photo: Rainer Bublitz

 

Schicksalsschwere Fragen in der Graft

 

Ein sehr ereignisreicher Shakespearespaziergang, bei dem die beiden Darsteller Johannes Mitternacht (bürgerlich Jens Ullmann) und Thea Göddertz eine turbulente und teilweise äußerst komische Darstellung ablieferten. Dabei wirkten die changierenden Grüntöne der Delmenhorster Graft als herrliche Kulisse.

 

www.buchhandlung-juenemann.de

 

 

 

 

Schauspieler schlüpfte in die Rollen von Judas, Pontius Pilatus oder Kaiphas, dazu gab es Bibeltexte und Musik - Passionsgeschichte lebendig erzählt

Von Günter Matysiak

 

Judas, Pontius Pilatus, Simon Petrus oder Kaiphas – sie alle sind in der Apostelkirche am Sonntagabend lebendig geworden. Als weinerlich-hilfloser Politikertyp, machtbewusster Hohepriester oder Jünger, der tiefe menschliche Züge zeigt und an seiner eigenen Schwachheit zweifelt.

 

 

 

Der Delmenhorster Schauspieler [Johannes Mitternacht, bürgerlich:] Jens Ullmann (Mitte) ließ für die Zuschauer die Menschen hinter den historischen Personen lebendig werden. Zwischen den verschiedenen Szenen las Pastorin Anne Frerichs passende Bibeltexte vor – und Organist Michael Brockmann rundete die Veranstaltung mit Musikstücken ab.

Foto: Photocube

 

Unter der Überschrift "Und er ging hinaus und weinte bitterlich" erlebte ein zahlreiches Publikum eine anregende "Passionsgeschichte einmal anders". Angestoßen worden war das Ganze von Apostelkirchen-Organist Michael Brockmann. Der Delmenhorster Schauspieler Jens Ullmann machte als Autor daraus ein "Passionskammerspiel", in dem er als Darsteller dann in die Rollen des Kaiphas’, Pontius Pilatus’, Judas Iskariot oder Simon Petrus’ schlüpfte.

 

Auf Jesu moralkritische Rede "gegen die Schriftgelehrten und Pharisäer" (Anne Frerichs) folgte folgerichtig das Plädoyer des Kaiphas’ gegen den der Volksverhetzung und der Gotteslästerung angeklagten Jesus. Jens Ullmann ließ das von der Kanzel herab zu einem machtbewussten, überlegen formulierten Plädoyer der Macht werden.

 

Wenn Michael Brockmann an der Orgel ihr das "Allegro" aus Hermann Schröders "Präambeln und Interludien" folgen lässt, so wiederholt diese Musik den Ton der Kaiphas-Rede durchaus mit ihren Mitteln.

Ullmanns Pontius Pilatus war – mit leicht erhöhter Stimme – der weinerlich-hilflose Politikertyp, der sich die Ohren zuhält, wenn das Volk sein "Kreuzige ihn, kreuzige ihn" schreit. Das tat an dieser Stelle übrigens auch die wild brüllende Orgel.

 

 

 

 

Auch Judas und Petrus wurden zu Charakteren.

Zentral für Judas war seine Anklage an Jesus, an Gott, dass sie ihm tatsächlich keine Wahl gelassen hätten. Diese böse Anklage – "Wie sein grausamer Vater im Himmel. Der schaut auch nur traurig und ernst auf uns herunter und schert sich einen Dreck!" – eines gleichsam schuldlos Schuldigen drang heftig in religionsphilosophische Bereiche vor. Tiefe menschliche Züge bekam auch Petrus, der in liebevollen Erinnerungen schwelgte und an seiner eigenen Schwachheit verzweifelte: "... und weinet bitterlich".

Mozarts gewaltige "Phantasie f-Moll" als großes Zwischenspiel und Franz Liszts nicht minder gewaltige "Variationen über ,Weinen, Sorgen, Zagen, Klagen’" als Ausklang waren in ihrer Dramatik und Emotionalität treffliche Sinnergänzungen dieses dichten Abends.

Delmenhorster Kurier, 19. März 2014

 

 

 

Photo: Andreas Nistler, Delmenhorster Kreisblatt

 

 

„Wenn Gott keinen Spaß versteht, möchte ich nicht im Himmel sein“

Jens Ullmann verkörpert in der Stadtkirche Martin Luther  

 

Der Schauspieler Jens Ullmann interpretierte in einem rund zweistündigen Vortrag eindrucksvoll Auszüge aus Luthers Schriften. Begleitet wurde er von Michael Brockmann an der Orgel.

 

Wenn man nicht wüsste, dass Luther tot ist, hätte man am Sonntag in der Kirche meinen können, dass nicht ein Schauspieler sondern der Reformator höchst persönlich vor einen stand, so originalgetreu von Sprache, Gestik, Mimik und Aussehen hat Jens Ullmann Martin Luther verkörpert. 

 

Delmenhorster Kreisblatt von Dienstag, 02. November 2010

 

 

 

Delmenhorster Kreisblatt von Donnerstag, 17. Juni 2010 

 

 

Schiefe Töne werden verziehen

Realschüler starten jährliche Reihe und zeigen ihr Können

VON VIOLA DIEM

 

Schüler zwischen 14 und 16 Jahren amüsierten mit dem Stück "Wir werden sterben", das nicht im Ansatz so blutrünstig ist, wie es klingt. Inhaltlich reisten zwei Mädchen mit Hilfe einer vorlauten Zeitmaschine in die Vergangenheit und auch in die Zukunft und machen dort Bekanntschaft mit Fischverkäuferinnen und Vampiren.

Sehr gelacht wurde auch bei dem Stück "Die Zaubertröte", das Schüler der 5. Klassen zeigten. Jens Ullmann, der Theaterpädagoge, hat ganze Arbeit geleistet.

 

Delmenhorster Kurier von Samstag, 19. Juni 2010

 

 

 

Ein kurzweiliges Vergnügen

Von Nicole Schaake-Baumann

 

Bei Weitem das Beste, was Delmenhorsts Bühnenszene in letzter Zeit zu bieten hatte, war am Mittwoch im Saal der Villa zu erleben.

 

„Mit den Grüßen meiner Frau sag ich addio addio, herzlich Ihr G. Verdi“ – zahlreiche Briefe zwischen dem großen Komponisten und seinem Librettisten Arrigo Boito standen im Mittelpunkt der szenischen Lesung mit Opernsänger Jan Friedrich Eggers und Theaterpädagoge Jens Ullmann (als Giuseppe Verdi).


„Verdi und der Kaiser in der Schublade“ ist ein kurzweiliges Vergnügen, das in das Herz des berühmten Komponisten blicken lässt, der den Librettisten hoch schätzte, mit ihm scherzte, mitfühlte, die „krummen“ Noten geradebog und ihn letztlich auch „kaiserlich“ motivierte.


Die Briefe zwischen Verdi und Boito sind menschlich, von tiefer Zuneigung geprägt, sie sind melancholisch – manchmal sogar gemein – und ganz besonders komisch.


„Armer Maestro, wie schön war er, wie tapfer bis zum Ende“ – sagt Boito nach Verdis Tod. Leider war auch die szenische Lesung nach zwei kurzweiligen Stunden vorbei, obwohl man den Vortragenden noch länger hätte lauschen mögen.

 

Delme Report von Sonntag, 27. September 2009

 

 

 

 Quelle: delmereport.de / Photo: et.

 

 

Ein Abend wie in der Oper

„Der Kaiser in der Schublade“ bietet anspruchsvolle Unterhaltung

 

Von Günter Matysiak

 

Am Mittwochabend [...] kam mit „Der Kaiser in der Schublade“ ein Stück Lese-Theater von Jan Friedrich Eggers zur Uraufführung. Der Autor hat den Briefwechsel zwischen Giuseppe Verdi und Arrigo Boito bühnentauglich hergerichtet und das Zwei-Personen-Stück auch sehr bühnenwirksam inszeniert.

 

Jens Ullmann gab den Verdi als jovialen, fast etwas behäbigen Mann, der dem 30 Jahre jüngeren Boito bisweilen fast mit Überheblichkeit begegnete. Jan Friedrich Eggers war der leidenschaftliche, der drängende, auch der sich für Verdi gleichsam aufopfernde Boito. Er war nämlich nicht nur Dichter, sondern auch Komponist, hatte eine wenig erfolgreiche Oper geschaffen und begann damit, eine andere mit dem Titel „Nero“ zu komponieren. Der „Kaiser“ aber lag meistens in der Schublade, und obwohl Verdi immer drängte, er soll den „Nero“ fertig stellen, wurde daraus nichts.


Ein Abend wie in der Oper: Man hatte vielleicht nicht alles mitgekriegt, war aber anspruchsvoll, anregend unterhalten worden. Langer Applaus.

 

Delmenhorster Kurier von Freitag, 25. September 2009

 

 

 

 

Quelle: dk-online, Photo: Andreas Nistler 

  

 

Händedruck von Verdi: ein bewegender Moment für Boito

Jan Friedrich Eggers und Jens Ullmann zeichnen Charakterstudie aus Briefen


VON JULIA BRÜNNER

Hinter den Kulissen der Opernbühne geht es nicht minder dramatisch zu: Komponist Giuseppe Verdi und sein Librettist Arrigo Boito geben selbst zwei solch spannungsreiche Charaktertypen, dass sie ohne weiteres selbst als Darsteller eines Bühnenstoffes überzeugen könnten. Dieses Potenzial haben die Delmenhorster Jan Friedrich Eggers und Jens Ullmann erkannt und mit einem eigenen Programm, einer szenischen Lesung, eindrucksvoll unter Beweis gestellt.

 

Eggers stellt den Boito mit großen Gesten und Posen als einen nach Perfektion strebenden Komponisten dar. In sich ruhend gibt Ullmann gemächlicher den älteren Verdi.

 

Delmenhorster Kreisblatt von Freitag, 25. September 2009

 

 

 

 Quelle: Delmenhorster Kurier, Photo: Tammo Ernst

 

 

"Leben Sie wohl und lieben Sie mich"


Jens Ullmann schlüpfte in die Rolle des Dichters Friedrich Schiller und spazierte durch die Graftanlagen 

 

Von Manon Westphal

 

Die 50 Literaturbegeisterten, die der Einladung der Buchhandlung gefolgt waren [...] staunten nicht schlecht, als am anderen Ufer plötzlich Schauspieler Jens Ullmann in weißem Rüschenhemd, lila Weste und Kniebundhose hinter einem Busch hervorkam, und lautstark eine Szene aus "Wilhelm Tell" vorlas. Als er sie beendete, hielt er für kurze Zeit inne, lief weiter zu einer anderen Stelle in den Graftanlagen, und gab eine weitere Textpassage zum Besten. 

Auf diese Weise wechselte Ullmann immer wieder die Kulisse und führte das Publikum nicht nur einmal um die Burginsel herum, sondern bot auch ein ebenso abwechslungsreiches Programm aus Schillers literarischem Schaffen. Neben Ausschnittten aus "Wilhelm Tell", "Die Räuber" oder "Don Carlos" inszenierte er auch Gedichte und Balladen.


Bei den Besuchern kam Ullmanns Inszenierung an. "Das war einfach spitzenmäßig", fand Werner Fruhner, der aus dem Ammerland nach Delmenhorst gekommen war. 

 

Auch Birgitt Lage war begeistert. "Als Schülerin habe ich Schiller immer als Pflichtlektüre empfunden, aber heute war es für mich purer Genuss", sagte die Delmenhorsterin.

 

Delmenhorster Kurier von Freitag, 28. August 2009 

 

 

 

 

 Quelle: dk-online, Photo: Butschbach

 

 

Beim Graftspaziergang auf Spuren Schillers

 

Aufführung zum Schillerjahr begeistert 50 Zuschauer

 

Dramatisch, teilweise humorvoll und unglaublich kurzweilig ist der gestrige, literarische Abendrundgang durch die Graftanlagen gewesen.

Von Katja Butschbach.

 

Mit Zitaten aus dem Werk des großen Dichters führte Jens Ullmann rund 50 Gäste durch das Grün, zur Burginsel und zum Rathaus. In den rezitierten Texten ging es oft um die Natur – passend zu dem Spaziergang. Aber auch Ausschnitte, in denen der Charakter Schillers deutlich wurde, hat Ullmann ausgewählt.

 

Delmenhorster Kreisblatt von Donnerstag, 27. August 2009

 

 

 

Photo: Christina Körner

 

 

Jens Ullmann rezitiert Wilhelm Busch

 

Auch als Solist verstand es Jens Ullmann am Donnerstag in der Buchhandlung Lesezeichen-Dauelsberg mit dem Programm „Wihelm hinter dem Busch“ zu überzeugen. Mit rund 70 Zuhörern war die Lesung – wie bereits im September – ausgebucht. „Er hat uns Wilhelm Busch wieder ein Stückchen näher gebracht“, sagte Mitarbeiterin Ellen Knehe.

 

Delmenhorster Kreisblatt von Sonnabend, 24. Januar 2009

 

 

 

Quelle: dk-online, Photo: Bettina Pflaum

 

 

Von einem Künstler, der sich selbst nicht schätzte

 

Lesung „Wilhelm hinter dem Busch“ begeistert rund 90 Zuhörer bei Lesezeichen Dauelsberg

 

Von Eva Maria Connemann

 

Gespickt mit vielen Zitaten aus seinen Werken [...], brachten Jens Ullmann und Viola Meyer den rund 90 Gästen den Dichter und Zeichner näher.

 

Meyer und Ullmann nutzten die Treppe inmitten der Buchhandlung als Bühne und untermalten das Gelesene mit vielen Accessoires. So fehlten weder die für Busch typische Pfeife noch ein guter Jägerschluck. Sogar Seifenblasen dienten den beiden zur Intensivierung der Atmosphäre.

 

Jens Ullmann gelang es durch seine selbst konzipierte Lesung, den Gästen Wilhelm Busch nicht nur als Literaten und Künstler näherzubringen sondern auch als privaten Menschen, der über sich selbst und sein Talent nicht unbedingt positiv dachte. Stimmgewaltig und unterhaltsam gelang es Ullmann und Meyer, ihr Publikum zu begeistern.

 

Delmenhorster Kurier von Donnerstag, 25. September 2008 

 

 

 

Beklemmende Einblicke in das Ende eines Großen

Lesung über Schumanns letzte Jahre

 

Rund 50 Gäste haben sich eingefunden zu einer Veranstaltung der besonderen Art, einer faszinierenden Mischung aus Lesung und Kammerspiel.

 

1854, als Schumann immer mehr von „Gehörstäuschungen“ und Wahnvorstellungen gepeinigt wird, [...] wird die Einweisung in eine private Heilanstalt in Endenich bei Bonn unausweichlich, wo er, getrennt von seiner ihn vergötternden Frau Clara, seine letzten beiden Lebensjahre verbringt.

In einem perfekt aufeinander abgestimmten Wechselspiel von Zitaten aus Clara Schumanns Tagebuch, Zeitungsartikeln, Krankenberichten und Äußerungen von Freunden wie Johannes Brahms sowie szenischen Darstellungen wird die Leidenszeit des großen Musikers und die Anteilnahme von Clara, Freunden und dem Pfleger Klingelfeld auf beklemmende Art lebendig.

 

Delmenhorster Kreisblatt von Donnerstag, 2. November 2006

 

 

Quelle: Delmenhorster Kurier

 

Traurige theatralische Lesung

 

Drei Künstler stellen die letzten Lebensjahre des Komponisten Robert Schumann dar

 

Von unserem Mitarbeiter Marco Wingert

 

Eine Lesung über die letzten Lebensjahre des Komponisten Robert Schumann (1810 – 1856).

Die Leser – oder Darsteller – Inga Jamry, Jens Ullmann und Viola Meyer kündigten im Vorwege eine „theatralische“ Lesung an.

 

Die Darbietung der Künstler ging weit über das Lesen von Textpassagen hinaus. Sie verkörperten Schumann und die Personen aus dessen Umfeld in gespielten Szenen. Robert Schumanns Part übernahm Ullmann, die traurigen Briefe seiner Frau trug Jamry vor. Besonders diese gefühlsbetonten Schreiben Clara Schumanns ließen die Zuhörer das Drama der schweren geistigen Erkrankung des Komponisten nachempfinden. In vielen Briefen schildert sie den Zustand ihres Mannes, der ab Anfang 1854 zunehmend unter Wahnvorstellungen litt.

 

Anschaulich stellten die drei Künstler auch die ärztliche Behandlung Schumanns dar. Passagen aus Peter Härtlings Buch „Schumanns Schatten“ ergänzten sie dabei mit Artikeln aus Zeitschriften jener Zeit und weiteren Quellen. Dabei erfuhren die Zuhörer nicht nur Einzelheiten der Maßnahmen, mit denen der verwirrte Schumann behandelt wurde, sondern erhielten auch tiefe Einblicke in die medizinische Wissenschaft des 19. Jahrhunderts.

Chronologisch geordnet und immer wieder die Blickwinkel der Beteiligten wechselnd folgten Jamry, Ullmann und Meyer den Weg Robert Schumanns bis zu seinem Tod am 29. Juli 1856. Aufgrund des großen Interesses hat die Buchhandlung Ruppert vor, eine zweite Lesung zu veranstalten. 

 

Delmenhorster Kurier von Donnerstag, 2. November 2006

 

 

 

Bildquelle: Delmenhorster Kurier 

 

 

Moderner Hamlet garniert mit Musik und Tanz

Realschule Holbeinstraße präsentierte Ergebnisse verschiedener Arbeitsgemeinschaften

Von unserer Mitarbeiterin Ute Winsemann

 

DELMENHORST. Sein oder nicht sein? Nicht sein, nimmt das Schicksal Hamlet die Antwort aus der Hand. Schon in William Shakespeares Original-Drama, und erst recht in der Version, die der Holbein Theater Trupp am Dienstag auf die Aula-Bühne der Realschule West brachte. Da war nicht nur der Prinz von Dänemark, sondern auch seine ganze Familie samt Hofstaat nach einer guten halben Stunde tot.

Was zwar grundsätzlich zu bedauern war, aber durchaus auch seine Vorteile hatte. Insbesondere den, dass rund um die Aufführung im Mittelpunkt einer Präsentation von Ergebnissen verschiedener Arbeitsgemeinschaften der Schule noch reichlich Zeit für musikalische und tänzerische Einlagen war.

Mit einem angesichts der vielen Theatertoten geradezu prophetischen "Knockin´ on Heaven´s Door" eröffnete die Musik-AG den Abend und lud, unterstützt von der Sing-AG, das Publikum mit Rod Stewarts Rock-Schnulze "Sailing" dann auf den Seeweg Richtung Schloss Helsingör ein.

Dort wurde es schon von einer zickigen Wilma Shakespeare, der ihr Stück immer wieder aus den Händen zu gleiten drohte, erwartet sowie von Sherlock Holmes und Dr. Watson, die der Fäulnis im Staate Dänemark auf den Grund gehen wollten. Im Zeitraffer und in einer immer wieder Gelächter hervorrufenden Mischung aus Original und moderner Anverwandlung war dann zu erleben, wie Hamlet den Tod seines Vaters rächen will und dabei nacheinander alle in den Tod reißt. Einschließlich seiner selbst und seiner geliebten Ophelia, die sich angesichts des Grauens um sie herum als letzte mit einer Wasserpistole das Leben nimmt. Woraufhin Holmes kombiniert, dass das Wasser vergiftet gewesen sein müsse.


Delmenhorster Kurier von Donnerstag, 13. Juli 2006

 

  

Musik, Theater und Tanz an der Holbeinschule

Ein facettenreiches Programm mit Elementen aus Musik, Tanz und Theater präsentierten gestern die Schüler der Realschule an der Holbeinstraße dem Publikum in der Aula der Schule. Gezeigt wurden die Ergebnisse der Arbeitsgemeinschaften. So führte die Theater-AG "Holbeins Theater Trupp" unter Leitung von Jens Ullmann eine Kurzfassung von Shakespeares Hamlet auf, bei der auch die Detektive Sherlock Holmes und Dr. Watson zum Zuge kamen.

(Marcel Ruge)

 

Delmenhorster Kreisblatt von Mittwoch, 12. Juli 2006 

 

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